Bucatini gehören zu den charakteristischsten Pastasorten Italiens. Auf den ersten Blick erinnern sie an besonders dicke Spaghetti, doch bei genauerem Hinsehen offenbart sich ihr entscheidendes Merkmal: Durch die Mitte verläuft ein feiner Hohlraum. Diese besondere Form sorgt dafür, dass Bucatini Saucen besonders gut aufnehmen und zu den beliebtesten Nudelsorten der römischen Küche zählen.
Herkunft
Bucatini stammen aus Mittelitalien und sind vor allem mit der Region Latium und der Stadt Rom verbunden. Ihren Namen verdanken sie dem italienischen Wort buco, was „Loch“ bedeutet.
Während sie heute in ganz Italien verbreitet sind, gelten Bucatini insbesondere als klassische Pasta für einige der bekanntesten römischen Gerichte.
Herstellung
Traditionell werden Bucatini aus Hartweizengrieß und Wasser hergestellt. Der Nudelteig wird durch spezielle Matrizen gepresst, die gleichzeitig die äußere Form und den charakteristischen Hohlraum erzeugen.
Die fertigen Nudeln sind länger und deutlich dicker als gewöhnliche Spaghetti. Trotz ihres größeren Durchmessers bleiben sie dank des Lochs angenehm bissfest.
Form und Eigenschaften
Bucatini vereinen die Vorteile zweier Pasta-Welten:
- die Länge und Eleganz von Spaghetti
- die Sauce aufnehmende Eigenschaft von Röhrennudeln
Durch den Hohlraum gelangt Sauce nicht nur an die Außenseite, sondern auch ins Innere der Nudel. Dadurch entsteht ein besonders intensives Geschmackserlebnis.
Klassische Gerichte mit Bucatini
Bucatini all’Amatriciana
Der berühmteste Vertreter der Bucatini-Küche stammt aus Amatrice. Die Sauce besteht traditionell aus:
- Guanciale (luftgetrocknete Schweinebacke)
- Tomaten
- Pecorino Romano
- schwarzem Pfeffer
Dieses Gericht gilt als einer der großen Klassiker der italienischen Küche.
Bucatini alla Gricia
Die oft als „weiße Amatriciana“ bezeichnete Spezialität wird ohne Tomaten zubereitet und kombiniert Guanciale, Pecorino und Pfeffer.
Bucatini Cacio e Pepe
Auch die berühmte Käse-Pfeffer-Sauce harmoniert hervorragend mit den hohlen Nudeln.
Welche Saucen passen?
Bucatini eignen sich besonders für:
- kräftige Tomatensaucen
- Fleischragù
- Amatriciana
- Cacio e Pepe
- Carbonara
- würzige Gemüsesaucen
Weniger geeignet sind sehr leichte oder dünnflüssige Saucen.
Interessante Fakten
- Bucatini werden außerhalb Italiens häufig als „hohle Spaghetti“ bezeichnet.
- Der Hohlraum sorgt für eine besonders gute Aufnahme von Sauce.
- In Rom gehören Bucatini all’Amatriciana zu den bekanntesten Pasta-Gerichten überhaupt.
- Die Nudelsorte ist deutlich älter als viele moderne Pastaformen.
- In einigen Regionen heißen ähnliche Nudeln auch Perciatelli.
Auf einen Blick
| Merkmal | Bucatini |
|---|---|
| Herkunft | Latium (Rom) |
| Form | Lange, dicke Röhrennudeln |
| Besonderheit | Hohlraum in der Mitte |
| Zutaten | Hartweizengrieß und Wasser |
| Bekanntestes Gericht | Bucatini all’Amatriciana |
Kurz gefasst
Bucatini verbinden die Eleganz langer Pasta mit den Vorteilen von Röhrennudeln. Wer kräftige italienische Saucen liebt, sollte diese Spezialität aus Rom unbedingt probieren. Dank ihres charakteristischen Hohlraums gehören Bucatini zu den unverwechselbarsten Pastasorten Italiens.
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